Die grüne Insel – Pellworm
Wer nach Pellworm kommt, sucht vor allem Ruhe. Man findet sie in der Landschaft, dem Meer, dem Watt und dem Grün. Es gibt (noch) keinen Sandstrand und auch kein ausgedehntes Nachtleben. Die Kriminalität ist praktisch gleich Null. 


Durch zwei schwere Sturmfluten, die sogenannten “Mandränken” in den Jahren 1362 und 1634 ist Pellworm eine Insel geworden. Pellworm ist die grünste Nordseeinsel und das in zweifacher Weise. Es gibt einen grünen Deich rund um die Insel, da das Land ca. einen Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Daneben wird viel Natur- und Umweltschutz aktiv betrieben. Als eine der ersten Inseln wurde auf Pellworm die Windkraft genutzt und es gibt große Solarfelder in der Mitte der Insel.  Die Pellwormer haben schon seit langem viel Wert auf erneuerbare Energien gelegt, da Pellworm viel Sonne und Wind zur Verfügung stehen.

Die Insel liegt mitten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und ist ca. 37 Quadratkilometer groß.  Auf dem 8 Meter hohen und 25 Kilometer langen Deich tummeln sich etwa 3500 Schafe. Der bestens gepflegte Deich mit seinem asphaltierten Weg ist die Promenade Pellworms, auf der Sie rund um die Insel gehen oder mit dem Fahrrad fahren können.

Abseits des Tourismus anderer Nordseeinseln konnte die Insel ihren natürlichen Charakter behalten. Man sollte also auf Pellworm kein touristisches Treiben erwarten, auch wenn es zahlreiche Angebote für Gäste gibt.   Auch in der Hochsaison können Sie sich hier noch wirklich erholen!  Lassen Sie sich von der Ruhe der Wiesen und Marschen einfangen. Die Weite der Landschaften, die Beschaulichkeit reetgedeckter Häuser auf begrünten Warften und die unberührte Natur des Wattenmeeres sind die eigentlichen Wahrzeichen der Insel.
Der bekannteste Bewohner von Pellworm ist mittlerweile „Pelle“. Das kuschelige Schaf ist das Logo der Insel und an vielen Stellen wiederzufinden.

 

Im Osten der Insel liegt der Ort Tammensiel. Hier befindet sich auch ein kleiner Hafen, der früher der einzige Anlaufpunkt für den Fährverkehr war. Er ist jetzt hauptsächlich der Heimathafen der sechs Fischkutter Pellworms, sowie zahlreicher privater Boote des Pellwormer Yachtclubs.

 

Auf der Nordseite der Insel befindet sich die “Hooger Fähre”. Dies ist ein kleiner Anleger, von dem aus mit dem Boot “Gebrüder” der Familie Hellmann Auflugsfahrten zum Beispiel nach Hooge unternommen werden können.

 

Natur und Wirtschaft

Naturschutz und Landwirtschaft prägen die Insel. Die Pellwormer engagieren sich schon seit vielen Jahren in der Erschließung und der Nutzung regenerativer Energien, insbesondere der Windkraft und der Sonnenenergie.  Die Schutzstation Wattenmeer bietet Wattwanderungen, Vogelbeobachtungen, Ausstellungen und vieles mehr an. So werden zum Beispiel meeresbiologische Kutterfahrten von der Hooger Fähre oder das Füttern von Aquarientieren in der Schutzstation veranstaltet. 

 

Pellworm ist durch eine regelmäßige Fährverbindung der “Neue Pellwormer Dampfschiffahrts-GmbH” (N.P.D.G.) mit der Halbinsel Nordstrand und somit dem Festland verbunden. Seit dem Bau des Tiefwasseranlegers (1992) ist die Insel gezeitenunabhängig mehrfach am Tag per Schiff zu erreichen.

 

Der Leuchtturm Pellworms ist baugleich mit dem Westerhever Leuchturm sowie den Leuchttürmen auf Amrum und der Sylter Südspitze. Hier können Sie sich in luftiger Höhe das Ja-Wort geben oder einfach nur einen Termin zu einer Besteigung vereinbaren und den herrlichen Blick über Pellworm und das Wattenmeer erleben.